Feldmaus
Microtus arvalis
© geocaching.com

Lebensraum

Wiese, Obstgärten, Felder
Hecken und Waldränder

Ehemaliges Steppentier, bewohnt offene, trockene Flächen in Kolonien. Eingänge der Bauten sind oberirdisch durch Wegnetz verbunden. Keine Erdhügel, Erde wird bei den Eingängen lose verstreut. Lebt im Winter auch direkt unter dem Schnee. Feldmaus frisst vorwiegend Pflanzenstängel, Blätter, Samen und Baumrinden. Weist größte Vermehrungsrate unserer Kleinsäuger auf: nach ca. 20-tägiger Tragzeit werden 4 – 10 Junge geworfen, Weibchen nach Werfen sofort wieder befruchtungsfähig. Hohe Dichten mit bis über 2500 Tiere / ha möglich. Beutetier für Bussard, Turmfalke, Eulen, Hermelin, Fuchs und Katze. An feuchteren Standorten kommt die nah verwandte Erdmaus ( Microtus agrestis) vor, im Siedlungsgebiet vermutlich entlang von Gewässern mit guter Bodendeckung.

Erkennungsmerkmale 
Wühlmaus mit feinem Kopf und lang gestrecktem Körper. Fell hell graubraun, Bauchseite graubeige, auffallend kurzer Schwanz.
Lebensraum 
Vorwiegend Wiesen und Weiden, eher trockene Standorte mit guter Bodendeckung.
Gefährdungsgrad
keine Gefährdung
Ă„hnliche Arten
Erdmaus, Schermaus, Rötelmaus
MaĂźe 

Kopf-Rumpf-Länge 9 – 11,5 cm, Schwanz 2,4 – 4 cm, Gewicht 20 – 50 g.

Aktivitätszeit 
Ganzjährig aktiv; tag- und nachtaktiv
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Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch
Wiesenbewohnerin

Die Feldmaus ist eine Bewohnerin von offenen, trockenen Flächen. Im Siedlungsgebiet kommt sie eher in Randgebieten vor mit Wiesen und Weiden und guter Bodendeckung. Feldmäuse zu entdecken ist schwierig. Am einfachsten erkundigen Sie sich nach einem Kleinsäugerspezialisten in ihrem Umfeld und begleiten diesen auf eine Fangaktion.

Feldmausspuren

Halten Sie in frisch gemähten Wiesen nach Eingängen zu den unterirdischen Bauen und den Wegnetzen an der Oberfläche Ausschau. Besonders nach der Schneeschmelze sind die oberirdischen Gänge als Erdwülste meist gut sichtbar. Frisch abgenagte Grashalme und Kot deuten auf die Anwesenheit der Wühlmäuse hin. Die Feldmaus ist sowohl tag- als auch nachtaktiv. Große Büschel von Knäuelgras (Dactylis glomerata) in der Wiese weisen auf die Fress- und Grabaktivität dieser eher zierlichen Wühlmaus hin.

Ein Hinweis: Die Feldmaus errichtet keine ErdhĂĽgel am Ausgang des Gangsystems, die stammen von ihrer Verwandten der Schermaus oder von MaulwĂĽrfen.

© Manuel R. / WikiCommons

Nest einer Feldmaus

Eine spezielle Förderung der Feldmaus ist nicht nötig, denn die Art kommt sehr häufig vor. Feldmäuse nutzen die dichte Vegetation von Böschungen, Hecken, dicht bewachsenen Feldwegen und Waldrändern zur Ausbreitung. Die Wühlmaus hat als Beutetier für viele Kleinraubtiere (z.B. Mauswiesel, Hermelin, Fuchs) und Greifvögel (z.B. Steinkauz, Schleiereulen, Turmfalken) eine gewisse ökologische Bedeutung.

Konflikte mit dem Mensch

Feldmäuse werden lokal bekämpft, wenn sie durch ihre Gangsysteme zu starke Schäden an der Wiesenvegetation anrichten.

Mehr Informationen 
StadtWildTiere
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