Alpenfledermaus
Hypsugo savii
© L. Braz / flickr.com

Lebensraum

Gebäude
Ruderalfläche, Verkehrswege, offene Flächen
Garten und Park

Kleine Fledermausart mit mediterranem Verbreitungsschwerpunkt, deutscher Name ist daher irref√ľhrend. In der Schweiz bisher haupts√§chlich in s√ľdlichen Alpent√§lern. Fliegt gradlinig, ruhig, z.T. oberhalb von Baumkronen und H√§usern. Paarungszeit im Herbst, Jungenaufzucht in Fortpflanzungskolonien (Wochenstuben) im Juni/ Juli. Sommerquartiere h√§ufig in Spalten in und an Geb√§uden (Dachstuhl, Mauerrisse, Hohlr√§ume zwischen Ziegeln).

Erkennungsmerkmale 
Haarbasis schwarzbraun, Oberseite variabel von gelbbraun oder gold- bis dunkelbraun mit goldglänzenden Spitzen, Unterseite grauweißlich bis weißgelblich, deutlicher Kontrast zur Oberseite.
Lebensraum 
Hauptverbreitungsgebiet S√ľdeuropa.
Gefährdungsgrad
Potenziell gefährdet
√Ąhnliche Arten
Die Alpenfledermaus kann mit der größeren Nordfledermaus (Unterarm > 37 mm) und den Zwergfledermaus-Arten verwechselt werden.
Masse 

Kopf-Rumpf-L√§nge 4‚Äď5,4 cm, Fl√ľgelspannweite 22‚Äď22,5 cm, Gewicht 5‚Äď10 g.

Aktivit√§tszeit 
Winterschlaf; während der Sommermonate nachtaktiv.
Beobachtung eintragen
Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch

Jagende Alpenfledermäuse
Alpenflederm√§use jagen h√§ufig √ľber sonnenexponierten Stellen wie beispielsweise in felsigem Gel√§nde oder vor Felsw√§nden. Jagende Alpenflederm√§use fliegen h√∂her, schneller und geradliniger als die Zwergfledermaus-Arten. Zu dieser Artengruppe geh√∂ren die M√ľcken-, Zwerg-, Wei√ürand- und Rauhautflederm√§use. Die F√§higkeit, St√§dte zu besiedeln, ist vermutlich der Grund f√ľr die Ausbreitung dieser Art nach Norden. Bis vor wenigen Jahren war diese kleine Fledermausart nur in den s√ľdlichen Alpent√§lern heimisch. Alpenflederm√§use k√∂nnen h√§ufig an Hochh√§usern oder bei dichten √úberbauungen beobachtet werden, weil hier aufgrund der Thermik Insekten aufsteigen.

Exklusiver Beobachtungsort
Sitzt man im Z√ľrcher Restaurant Clouds zuoberst im Prime Tower (120 m) am Fenster und sieht au√üen eine Fledermaus vorbeifliegen, dann handelt es sich mit gro√üer Wahrscheinlichkeit um eine Alpenfledermaus.

An Felswand hängende Alpenfledermaus
(© D. Nill / archiv.dietmar-nill.de)

Gezieltes Fördern nicht nötig
Die Alpenfledermaus wird in Siedlungsgebieten immer h√§ufiger. Deshalb muss sie nicht gezielt gef√∂rdert werden. Da sie mehr als 2‚Äė000 Kleininsekten pro Nacht verschlingt, m√∂chten viele Hausbesitzende diese fast uners√§ttlichen Insektenvertilgerinnen nicht missen.¬†

Gefahren 
  • Fassadenbeleuchtung: Die n√§chtliche Beleuchtung der √Ėffnungen, durch die Flederm√§use jeweils ihr Quartier verlassen, sollte vermieden werden, weil die Nachtj√§ger dann sp√§ter ausfliegen. Und als Folge davon bleibt ihnen weniger Zeit f√ľr die Nahrungssuche.
  • Netze: Flederm√§use k√∂nnen sich in Netzen, die √ľber Obstb√§umen oder Reben gespannt werden, verheddern. Diese werden so zu t√∂dlichen Fallen. Deshalb sollten Netze nur wenn unbedingt n√∂tig verwendet und nach Gebrauch wieder entfernt werden.
Mehr Informationen 

Richarz, Klaus: Flederm√§use¬†- Beobachten, erkennen und sch√ľtzen 2011, 128 S., Taschenbuch, Kosmos

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