Großer Abendsegler
Nyctalus noctula
© Mnolf, Wikipedia

Lebensraum

Garten und Park
Wiese, Obstgärten, Felder
Gewässer

Bei uns mehrheitlich Wintergast. Junge kommen in Wochenstuben in Baumh√∂hlen Nordosteuropas zu Welt, der Gro√üe Abendsegler zieht dann zur Paarungszeit s√ľdw√§rts. √úberwintert hier in Baumh√∂hlen, auch in Fassadenhohlr√§umen und Fledermausk√§sten. Paarungswillige M√§nnchen sitzen am Ausgang einer Baumh√∂hle und locken mit gut h√∂rbaren, zwitschernden T√∂nen Weibchen an. Teil der M√§nnchen bleibt w√§hrend des ganzen Jahres bei uns. Bewohnt Baumh√∂hlen in W√§ldern, Allee- und alten Park- und Gartenb√§umen, auch Spalten an Geb√§uden. Jagt mit tiefen Ultraschallrufen (f√ľr Kinder noch h√∂rbar) im offenen Gel√§nde, oft √ľber Gew√§ssern. Rasanter, wendiger Flug. Jagt gr√∂√üere, schw√§rmende Insekten wie K√∂cher- oder Eintagsfliegen, auch K√§fer.

Erkennungsmerkmale 
Groß, braun, Ohren kurz, rundlich.
Lebensraum 
Baumh√∂hlenreiche W√§lder; jagt √ľber Wiesen, Gew√§ssern, entlang von Verkehrstr√§gern und Industriegebieten √ľber Stra√üenlampen.
Gefährdungsgrad
Potenziell gefährdet
√Ąhnliche Arten
Es gibt drei verschiedene Abendseglerarten in der Schweiz: Der Kleine Abendsegler, der Gro√üe Abendsegler und der seltene Riesenabendsegler. Obwohl die drei einheimischen Arten sehr √§hnlich aussehen, k√∂nnen sie anhand ihrer Fl√ľgelspannweite einfach voneinander unterschieden werden.
Ma√üe 

Kopf-Rumpf-L√§nge 6‚Äď8,2 cm,
Fl√ľgelspannweite 32‚Äď40 cm, Gewicht 19‚Äď40 g.

Aktivit√§tszeit 
Winterschlaf; im Sommer dämmerungs- und nachtaktiv.
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Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch
1 Bilder geordnet nach
Grosser Abendsegler
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Fuchs. © Stefan Wassmer / stadtwildtiere.ch

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Jagende Große Abendsegler
Die langen und spitzen Fl√ľgel erm√∂glichen dem Gro√üen Abendsegler einen schnellen Flug von bis zu 50 km/h. Diese gro√üe Fledermausart fliegt bereits bei Sonnenuntergang aus und h√§ufig jagen verschiedene Individuen am selben Ort. Der Gro√üe Abendsegler bevorzugt als Jagdgebiet den freien Luftraum in Gebieten mit gro√üer Dichte an schw√§rmenden Insekten. Typische Jagdgebiete sind Flusslandschaften, Feuchtgebiete und Waldr√§nder.

Tages- und Winterschlafquartier der Wanderfledermaus
Der Abendsegler ist ein typischer Baumh√∂hlenbewohner und schl√§ft tags√ľber gerne in verlassenen Spechth√∂hlen. Im Siedlungsraum nutzen sie auch Fassadenspalten hoher Geb√§ude oder Hohlr√§ume und Fledermausk√§sten an Br√ľcken. Der Gro√üe Abendsegler ist unsere gr√∂√üte wandernde Fledermausart. Tausende Gro√üe Abendsegler ziehen im Herbst f√ľr das Winterhalbjahr zu uns, paaren sich hier und halten den Winterschlaf. Im Sommer bleiben nur noch einige M√§nnchen bei uns, alle Weibchen ziehen in den Norden, vermutlich nach Norddeutschland, Polen und Estland, wo sie ihre Jungen aufziehen.

Abendseglerbäume finden
Die M√§nnchen besetzen ab Mitte Sommer bis zum Herbst Baumh√∂hlen oder in der Stadt auch Fassadenspalten oder Fledermausk√§sten, um Weibchen f√ľr die Paarung anzulocken. Dazu verwenden sie hohe ‚ÄěZirplaute‚Äú, die teilweise auch f√ľr das menschliche Geh√∂r gut h√∂rbar sind. Das Zirpkonzert beginnt vor Sonnenuntergang. Suchen Sie w√§hrend D√§mmerung nach solchen Abendseglerb√§umen und beobachten Sie den spektakul√§ren Ausflug der Tiere in der D√§mmerung.

Grosser Abendsegler in Baumhöhle
(© SSF / fledermausschutz.ch)

Bäume mit Baumhöhlen fördern
Große Abendsegler benutzen Baumhöhlen als Tages- und Winterschlafquartiere. Bäume mit Baumhöhlen sollten deshalb, wenn immer möglich, erhalten bleiben, im eigenen Garten, in der Umgebung der Wohnsiedlung, im Park an ungefährlichen Stellen oder im Wald. Als Ersatzquartiere können im Garten oder im Wald Fledermauskästen aufgehängt werden.

Renovationen
Bei Renovationen und Sanierungen von Geb√§uden mit Fledermausverstecken nehmen Sie bitte Kontakt mit Fledermausschutzorganisationen in Ihrer N√§he auf. Die zu treffenden Ma√ünahmen, um ein Fledermausquartier zu erhalten oder F√∂rderma√ünahmen f√ľr Flederm√§use umzusetzen, sind oft mit geringem Aufwand verbunden.

Gefahren 
  • Fassadenbeleuchtung: Die n√§chtliche Beleuchtung der √Ėffnungen, durch die Flederm√§use jeweils ihr Quartier verlassen, sollte vermieden werden, weil die Nachtj√§ger dann sp√§ter ausfliegen. Und als Folge davon bleibt ihnen weniger Zeit f√ľr die Nahrungssuche.
  • Netze: Flederm√§use k√∂nnen sich in Netzen, die √ľber Obstb√§umen oder Reben gespannt werden, verheddern. Diese werden so zu t√∂dlichen Fallen. Deshalb sollten Netze nur wenn unbedingt n√∂tig verwendet und nach Gebrauch wieder entfernt werden.
Mehr Informationen 

 

Richarz, Klaus: Flederm√§use¬†- Beobachten, erkennen und sch√ľtzen 2011, 128 S., Taschenbuch, Kosmos

 

StadtWildTiere
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