Haselmaus
Muscardinus avellanarius
© D. Bark, naturfotos-dieter-bark.de

Lebensraum

Hecken und Waldränder
Wald
Mausgro√ü, vorwiegend d√§mmerungs- und nachtaktiv, manchmal mit kurzen Aktivit√§tsphasen w√§hrend des Tages ( v. a. im Herbst ). Haselm√§use klettern flink und gewandt entlang von d√ľnnen √Ąsten auf B√ľschen und niedrigen B√§umen. Kugelf√∂rmige Nester aus Gras, Bl√§ttern und Rindenstreifen in niedrigem Gestr√ľpp, ca. 12 cm, bis ca.¬†2 m √ľber Boden. Ein Tier hat mehrere Nester. Gelegentlich in Vogelnistk√§sten. Nahrung : Samen, Fr√ľchte, Beeren, Knospen, Rinde, Bl√§tter, im Sommer auch Insekten und Weichtiere. Betr√§chtliche Gewichtszunahme vor dem Winterschlaf : Durchschnittsgewicht im Juni / Juli 17,5 g, im Oktober 27,5 g. W√§hrend des Winterschlafs erwachen Haselm√§use ca. alle 15 Tage und wechseln dabei oft das Winternest.
Erkennungsmerkmale 
Fell braun, Unterseite gelblich weiß, rundlicher Kopf mit großen Augen. Schwanz buschig mit schwarzbrauner Endquaste.
Lebensraum 
Unterholzreiche Laubw√§lder, Hecken, dichte Geb√ľsche, Gebiete mit Haselbest√§nden und Beerenstr√§uchern.
Gefährdungsgrad
Gefährdet
√Ąhnliche Arten
Am ehesten kann die Haselmaus mit der Waldmaus, der Gelbhalsmaus und Hausmaus verwechselt werden. Allerdings ist die Haselmaus gelbbraun, während die Mäuse eher graubraun bis rostbraun sind. Die Mäuse sind meist im Bodenbereich anzutreffen, die Haselmaus in den Bäumen.
Ma√üe 
Kopf-Rumpf-L√§nge 6 ‚Äď 9 cm,
Schwanz 5,5 ‚Äď 7,5 cm, Gewicht 15 ‚Äď 40 g.
Aktivit√§tszeit 
Winterschlaf Oktober ‚Äď April
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Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch
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Fuchs. © Stefan Wassmer / stadtwildtiere.ch

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Flinke Kletterk√ľnstlerin

Haselm√§use sind wahre Kletterk√ľnstlerinnen. Sie leben in Str√§uchern und auf B√§umen. Auch ihre kugeligen Nester bauen sie versteckt zwischen √Ąsten hoch √ľber dem Boden. Ihre heimliche, nachtaktive Lebensweise f√ľhrt dazu, dass direkte Beobachtungen von Haselm√§usen sehr selten sind. So wei√ü man √ľber die Verbreitung des kleinen Nagetiers erstaunlich wenig. Die Fra√üspuren der Haselm√§use verraten jedoch ihre Anwesenheit.


© D. Bark, naturfotos-dieter-bark.de
Haselm√§use befestigen ihre Kugelnester gut versteckt in den √Ąsten von B√§umen oder B√ľschen.

Auf der Spur der Haselmaus

Im Herbst m√ľssen sich Haselm√§use viel Speck f√ľr den Winterschlaf anfressen. Deshalb verspeisen sie dann mit Vorliebe kalorienreiche Haseln√ľsse und hinterlassen dabei charakteristische Nagespuren an den Nussschalen. Diese Nagespuren unterscheiden sich von den Nagespuren anderer Haselnuss-Liebhaber wie Eichh√∂rnchen, Waldmaus oder Haselnussbohrer. Es macht viel Spa√ü, angenagte Haseln√ľsse zu sammeln und sich zu √ľberlegen, wer hier wohl am Werk war.


© S. Gloor / swild.ch

 


© English Nature, the doormouse conservation handbook
Die Haselmaus hinterlässt einen sauber abgenagten Rand mit einem glatten Innenrand.


© S. Gloor / swild.ch
Die Rötelmaus nagt die Haselnuss mit deutlichen, senkrecht zum Rand verlaufenden Nagespuren auf.


© B. Angerstein, Wikimedia Commons
Das Einchh√∂rnchen knackt die N√ľsse meist auf der flachen Seite mit wenigen kr√§ftigen Bissen. Oft brechen die N√ľsse dabei entzwei.


© kleinsaeuger.at
Das Weibchen des Haselnussbohrers, ein R√ľsselk√§fer, bohrt zur Eiablage¬†kleine runde L√∂cher mit einem¬†Durchmesser von 1 bis 2 mm.

Weiterf√ľhrende Informationen zu Haselm√§usen, Bissspuren an Haseln√ľssen und mehr auf www.kleinsaeuger.at¬†
 

Artenreiche Wälder und Hecken

Haselm√§use leben mehrheitlich in¬†artenreichen W√§ldern und naturnahen Waldrandgebieten. F√ľr die meisten Stadtbewohner ist es deshalb schwierig, etwas f√ľr Haselm√§use zu tun. Waldbesitzer und die √∂ffentliche Hand haben mehr M√∂glichkeiten, die kleinen Nagetiere zu f√∂rdern. Da Haselm√§use sich nicht sehr gern auf dem Boden aufhalten, muss ihr Lebensraum gen√ľgend Unterholz und B√ľsche bieten, zudem Nahrung in Form von Fr√ľchten, Beeren und N√ľssen und stufige Waldr√§nder. Haselm√§use k√∂nnen auch am Rande der Siedlungsgebiete vorkommen, wenn diese mit Hecken, B√ľschen und B√§umen direkt mit dem Wald verbunden sind.

Gefahren 

Zu den Hauptfeinden der Haselmaus zählen unter anderem Rotfuchs, Mauswiesel, Hermelin sowie verschiedene Greifvögel und Eulen.

Mehr Informationen 

Auf¬†kleinsaeuger.at¬†ist neben vielen Informationen auch ein¬†Merkblatt mit den Nagespuren¬†auf Haseln√ľssen erh√§ltlich f√ľr alle, die auf eigene Faust auf Nussjagd gehen wollen.¬†


Die erste gro√üe Nussjagd wurde Anfang der 1990er-Jahren von der britischen S√§ugetiergesellschaft durchgef√ľhrt. Resultat war u.a. die hervorragende Haselmaus-Brosch√ľre, die bei der British Mammal Society bestellt werden kann (in Englisch).

 

Die Schweizer Naturschutzorganisation Pro Natura hat 2010 eine Nussjagd durchgef√ľhrt, um auf das kleine Nagetier aufmerksam zu machen. Weitere Informationen zur ersten Schweizer Nussjagd finden Sie hier.

StadtWildTiere
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