Waldmaus und Gelbhalsmaus
Apodemus sylvaticus und Apodemus flavicollis
© swild.ch

Lebensraum

Gebäude
Garten und Park
Hecken und Waldränder
Wald

Die Waldmaus und die Gelbhalsmaus sind in Europa h√§ufig. Nacktaktiv, klettern und springen sehr geschickt, bis in die Baumkronen anzutreffen. Sehr mobil, besitzen gro√üe Aktionsradien. Bauen ihre Nester meist in Erdbauen zwischen Baumwurzeln oder unter Feldbl√∂cken. Ern√§hren sich haupts√§chlich von Samen (Eicheln, Bucheckern, Haseln√ľsse), Fr√ľchten, Knospen, gr√ľnen Pflanzenteilen und Insekten.

Eicheln und Bucheckern werden als Futterreserve f√ľr den Winter im Herbst gesammelt und versteckt. Die Bestandsdichten sind stark abh√§ngig vom Nahrungsangebot. Lange Fortpflanzungsperiode von Januar bis Oktober. 5 bis 7 Junge werden 2 bis 3 Mal im Jahr geboren. Niedrigste Populationsdichten im Fr√ľhjahr, maximale Dichten nach Fortpflanzung im Sommer und Herbst. Nach Baummastjahren kann der Bestand extrem hohe Dichten erreichen. Feinde sind vor allem Eulen, aber auch andere Fleischfresser wie z.B. der Fuchs.

Erkennungsmerkmale 
Waldmaus: Sehr langer, 2-farbiger Schwanz, heller Bauch und braun-r√∂tlicher R√ľcken. Starke Hinterf√ľ√üe und auffallend gro√üe Ohren und Augen. Gelbhalsmaus: Brustzeichnung welche als gelblichbraunes Halsband erkennbar ist. Ist allerdings in seiner Ausbildung variabel je nach Region, manchmal nur ovaler Fleck. Die Oberseite des Fells ist rot- oder gelbbraun, w√§hrend die Unterseite wei√ü ist, die Abgrenzung ist im Gegensatz zur Waldmaus klarer erkennbar. Die Hinterf√ľ√üe sind wei√ü behaart. Beide Arten sind nur von ge√ľbten Kennern zu unterscheiden.
Lebensraum 
Waldmaus: Verschiedenartige Lebensräume wie Hecken, Waldränder, Wald, Parks und Gärten, im Winter gerne auch in Häusern und Ställen. Gelbhalsmaus: bevorzugt Mischwälder, vor allem reife Laubwälder wie Eichen- und Buchenwälder (kleinsäuger.at), aber auch baumreiche Gebiete mit Hecken oder Gärten.
Gefährdungsgrad
Beide Arten: nicht gefährdet
√Ąhnliche Arten
Hausmaus (Mus musculus)
Ma√üe 

Waldmaus: Kopf-Rumpf-L√§nge 8,5‚Ää‚Äď‚Ää10,5‚ÄČcm, Schwanz 8‚Ää‚Äď‚Ää9,5‚ÄČcm, Gewicht 20‚Ää‚Äď‚Ää30‚ÄČg.

Gelbhalsmaus: Kopf-Rumpf-L√§nge 8,8‚Äď13,0 cm, Schwanz 9-13,5¬†cm, Gewicht: 16-56¬†g.

Aktivit√§tszeit 
Waldmaus: Ganzjährig aktiv Gelbhalsmaus: Ganzjährig aktiv, vorwiegend nachtaktiv
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Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch
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Fuchs. © Stefan Wassmer / stadtwildtiere.ch

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Die Waldmäuse sind auch Stadtmäuse

Je nach Verbreitungsgebiet und Häufigkeit des Auftretens kommen sowohl Waldmaus, als auch Gelbhalsmaus immer häufiger im Siedlungsraum vor. Vor allem im Winter kann man sie auch in Häusern entdecken. Beide Arten leben meist unterirdisch und sind dämmerungs- und nachtaktiv. Ihre Beobachtung gestaltet sich daher eher schwierig. Dennoch könnte es sein, dass es sich beim Rascheln an Bäumen oder unter großen Asthaufen um eine der Waldmäuse handelt. Achten Sie auf große Ohren und Augen. Katzen bringen öfter Waldmäuse oder Gelbhalsmäuse als Beute nach Hause.

Achtung Verwechslungsgefahr

Nicht nur können die Wald- und die Gelbhalsmaus leicht miteinander verwechselt werden, auch die Hausmaus sieht den beiden Arten sehr ähnlich. Die Hausmaus ist jedoch kleiner, hat einen Schwanz, der so lang wie ihr Körper und nie zweifärbig ist.

Gezieltes Fördern nicht nötig

Sowohl Waldmaus als auch Gelbhalsmaus kommen häufig vor und brauchen keine spezielle Förderung. Wer sie in seinem Garten beobachten will, sollte ihn strukturreich mit vielen Verstecken und wilden Ecken gestalten.

Konflikte

Während des Winters, wenn die Waldmäuse aufgrund der Kälte teilweise in Gebäude eindringen, kann es vorkommen, dass sie an die Vorräte im Keller gehen und angeknabberte Lebensmittel hinterlassen.

Mehr Informationen 

Informative Seite zu Kleinsäugern

Säugetieratlas der Schweiz, 1995, Birkhäuser Verlag

StadtWildTiere
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