Kammmolch
Triturus cristatus
© Rainer Theuer / WikiCommons

Lebensraum

Hecken und Waldränder
Feuchtgebiet
Gewässer

Erscheint im M√§rz oder April an den Laichgew√§ssern. W√§hrend der Balz im Wasser pr√§sentiert das M√§nnchen seinen Kamm und f√§chelt dem Weibchen mit seitlich eingeklapptem Schwanz Duftstoffe zu. Dieses nimmt ein vom M√§nnchen abgesetztes Spermapaket mit seinem Geschlechtsorgan (Kloake) auf. Nach zwei bis drei Wochen werden 200-400 Eier einzeln in zuvor mit den Hinterf√ľ√üen zusammengefalteten Bl√§ttchen von Wasserpflanzen und Gr√§sern abgelegt. Adulte Molche sind bez√ľglich ihrer Nahrung wenig w√§hlerisch¬† und fressen Regenw√ľrmer, Nacktschnecken, Insekten und deren Larven, aber auch Amphibieneier und ‚Äďlarven. √úberwinterung in L√∂chern im Waldboden, H√∂hlen und Totholz, manchmal nur wenige Meter vom Fortpflanzungsgew√§sser entfernt.

Erkennungsmerkmale 
Gro√üer, kr√§ftiger Molch. Beide Geschlechter verf√ľgen √ľber gelbe Unterseite mit schwarzen Flecken, wei√ü gepunktete Flanken und grobk√∂rniger Haut. M√§nnchen w√§hrend Fortpflanzungszeit mit auff√§lligem Kamm.
Lebensraum 
Vorwiegend in Gewässern, die etwas grösser, mindestens einen halben Meter tief und vegetationsreich sind; Landlebensräume: Hecken, Laubwälder.
Gefährdungsgrad
Stark gefährdet
√Ąhnliche Arten
Vom Italienischen Kammmolch ist der (Nördliche) Kammmolch visuell praktisch nicht zu unterscheiden. In Gebieten mit gemeinsamen Vorkommen können sich diese zwei Arten verpaaren. Im Vergleich zum Teich- und Fadenmolch ist der Kammmolch wesentlich grösser und dunkler (dunkelgrau bis schwarz) gefärbt. Teich- und Fadenmolch sind eher bräunlich. Der Bergmolch ist in der Größe dem Kammmolch sehr ähnlich, besitzt jedoch keine schwarzen Flecken am Bauch.
Ma√üe 

Männchen bis 16 cm, Weibchen bis 18 cm.

Aktivit√§tszeit 
Ende Februar - Oktober
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Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch
1 Bilder geordnet nach
Kammmolch
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Fuchs. © Stefan Wassmer / stadtwildtiere.ch

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Indikatorart f√ľr ideale Amphibienlebensr√§ume

Kammmolche kommen in tieferen Lagen bis ca. 1100 m √ľ. M. vor. Allerdings sind die Best√§nde in den letzten 25 Jahren drastisch eingebrochen und der Kammmolch gilt als stark gef√§hrdet. Zu beobachten sind sie vor allem in Gebieten mit einer hohen Dichte an Gew√§ssern wie T√ľmpeln in Feuchtwiesen und Kiesgruben und kleineren und gr√∂√üeren Weihern z.B. in Auengebieten.

Kammmolche sind an gr√∂√üeren und tieferen Gew√§ssern anzutreffen als andere Molcharten. Sie bevorzugen Gew√§sser mit einer Tiefe von einem halben bis zu einem Meter, an sonniger Lage und mit ausreichend Unterwasservegetation. Oft k√∂nnen an Kammmolchlaichgew√§ssern auch andere Amphibien beobachtet werden, da solche Orte auch f√ľr andere Amphibienarten ideale Bedingungen bieten.

Zeichen der Fortpflanzung

Die Molcheier werden einzeln an die Unterwasservegetation geklebt und sind kaum zu finden. Kammmolchlarven lassen sich im Sommer zu Zeiten an Gew√§ssern beobachten, zu denen die Larven der anderen Molcharten bereits das Gew√§sser verlassen haben. Sie besitzen, wie alle Molchlarven, √§u√üerliche Kiemenb√ľschel, die auf beiden Seiten des Halses gut erkennbar sind.

© Rrausch1974 / WikiCommons
Anhand der schwarzen Flecken auf dem orangen Bauch können Individuen voneinander unterschieden werden.

 

© Piet Spaans / WikiCommons
Bei Kammmolchlarven sind die Kiemenb√ľschel seitlich des Kopfes gut erkennbar.

Lebensräume erhalten und pflegen

Am besten geholfen ist dem Kammmolch, indem seine verbliebenen Lebensr√§ume erhalten bleiben. Wichtig bei der Pflege der Gew√§sser ist, dass die Vegetation regelm√§√üig zur√ľckgeschnitten wird, damit das Gew√§sser nicht zu schattig wird oder verlandet. Da ein Netzwerk an Gew√§sserlebensr√§umen f√ľr Kammmolche besonders wichtig ist, sollte die Vernetzung einzelner Gew√§sser gef√∂rdert werden. Allgemein gilt es daher, bestehende Gew√§sser zu sch√ľtzen, das Eintragen von Fischen zu verhindern und den N√§hr- und Schadstoffeintrag zu vermindern. Durch j√§hrliches Trockenlegen des Gew√§ssers, falls dies m√∂glich ist, wird verhindert, dass sich Fische im Gew√§sser halten k√∂nnen.

Kammmolche im eigenen Garten

Falls Sie das Gl√ľck haben, dass sich Kammmolche in ihrem Garten heimisch f√ľhlen, dann ist es wichtig, dass sie diesen Bestand erhalten und sch√ľtzen. Die Koordinationsstelle f√ľr Amphibien- und Reptilienschutz Schweiz Karch bietet dazu viele Informationen und fachgerechte Beratung.

Gefahren 
  • Zerst√∂rung und Zerst√ľckelung des Lebensraums: Habitatzerst√∂rung ist eine der Hauptgef√§hrdungsursachen f√ľr Kammmolche. Durch die Unterteilung von gr√∂√üeren Vorkommen in immer Kleinere, drohen diese verloren zu gehen.
  • Herbizide und Pestizide: Aufgrund ihrer d√ľnnen und sehr durchl√§ssigen Haut sind Amphibien besonders empfindlich auf Pestizide und Herbizide.
  • Verschmutzung der Fortpflanzungsgew√§sser: Der Eintrag von Schad- und N√§hrstoffen in die Gew√§sser kann zur Vergiftung der Molche und zur √úberd√ľngung des Gew√§ssers f√ľhren.
  • Fische in Laichgew√§sser: Fische sind Fressfeinde von Molcheiern und -larven und k√∂nnen in kurzer Zeit eine Population ausl√∂schen. Daher sollte unbedingt davon abgesehen werden, Fische in Amphibienlaichgew√§sser einzusetzen.
Beobachten im Tierpark

Kammmolche können im Tierpark Goldau beobachtet werden.

Mehr Informationen 

 

 

Koordinationsstelle f√ľr Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz www.karch.ch

StadtWildTiere
Träger