Feuersalamander
Salamandra salamandra
© H. Krisp / WikiCommons

Lebensraum

Wald
Gewässer

Der Feuersalamander paart sich im Sp√§tsommer an Land und √ľberwintert unter Holzhaufen, Wurzelst√∂cken oder auch in Fuchs- oder Dachsbauten. Weibchen erscheinen schon zeitig im Fr√ľhjahr (ab 2-5¬ļC), nachts aktiv, v.a. bei Regenwetter. Sie setzen bereits voll entwickelte Junglarven in kolkartige Vertiefungen sauerstoffreicher B√§che ab, manchmal auch in schattigere, k√ľhle Weiher. W√§hrend der trockeneren Sommermonate verkriechen sich Feuersalamander und ruhen bis zur n√§chsten Regenperiode. Ihre starken Hautgifte dienen nicht nur zum Schutz der empfindlichen Haut, sondern werden auch sehr effizient gegen Fressfeinde eingesetzt (starke Reizungen an den Schleimh√§uten und in den Augen). Nahrung: Ringelw√ľrmer, Schnecken und Insekten.

Erkennungsmerkmale 
Schwarz gl√§nzend mit leuchtend gelber, n√∂rdlich der Alpen meist bandartiger, s√ľdlich der Alpen und im √∂stlichen Europa durchbrochene Fleckenmusterung auf der Oberseite und den Flanken (Warnf√§rbung). Musterung individuell verschieden. Gro√üe paarige Ohrdr√ľsen hinter den Augen an den Kopfseiten.
Lebensraum 
Landbewohner; besiedelt eher schattige Wälder mit Laub- und Nadelbäumen, mit feuchten Tälern und Waldbächen.
Gefährdungsgrad
verletzlich
√Ąhnliche Arten
Dank den charakteristischen gelben Flecken kommt es kaum zu Verwechslungen. Der Feuersalamander ist der größte einheimische Schwanzlurch.
Ma√üe 

bis um 18cm

Aktivit√§tszeit 
Anfang März-Mitte/Ende November
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Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch
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Fuchs. © Stefan Wassmer / stadtwildtiere.ch

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Der Waldbewohner

Erwachsene Feuersalamander sind Landbewohner und k√∂nnen am besten in W√§ldern mit Laub- und Nadelb√§umen in der N√§he von Flie√ügew√§ssern beobachtet werden. In diesen W√§ldern kann man sie in feuchten N√§chten mit einer guten Taschenlampe und etwas Gl√ľck ersp√§hen. √úberwinternde Feuersalamander k√∂nnen im Winter in H√∂hlen oder Kellern angetroffen werden, wo sie dank den milderen Temperaturen den Winter gut √ľberstehen.

Die Larven des Feuersalamanders werden in kleinen, flie√üenden Gew√§ssern bereits lebend und mit Kiemen geboren. In kleinen Fl√ľssen W√§ldern mit Laub- und Nadelb√§umen kann man zum Teil schon ab Februar die kleinen Larven, manchmal bereits mit einer gelben Fleckenzeichnung, beobachten.

Warnfärbung

Die auff√§llige gelb-schwarz F√§rbung des Feuersalamanders dient als Abschreckung f√ľr Fressfeinde. Zwar ist das Hautgift, welches dieser Salamander produziert, f√ľr den Menschen ungiftig, kann aber bei Fressfeinden zu erheblichen Bauchschmerzen oder zum Tod f√ľhren. Der Kontakt zu den Schleimh√§uten sollte auf jeden Fall vermieden werden. Die H√§nde nach Anfassen eines Feuersalamanders also gut waschen. Dies gilt √ľbrigens f√ľr alle Amphibien!

© Michael Linnenbach / WikiCommons

Larve des Feuersalamanders mit Kiemenb√ľscheln. Bestimmungsmerkmal sind die gelben Flecken an den Ansatzstellen der Extremit√§ten.

 

© Aah-Yeah / flickr.com

Zwei erwachsene Feuersalamander bei der Paarung

R√ľcksicht nehmen

Die Vorkommen des Feuersalamanders im Siedlungsraum sind ungen√ľgend dokumentiert, daher sind Beobachtungsmeldungen besonders wertvoll. Die aktuellen Vorkommen von Feuersalamandern sollten erfasst und bei baulichen Ver√§nderungen ber√ľcksichtigt werden. Im Siedlungsgebiet ist bei der Planung neuer Stra√üen oder der Umgestaltung von Pl√§tzen Vorsicht geboten. Werden bei solchen Ma√ünahmen Lebensr√§ume unterteilt, k√∂nnen Amphibientunnel (Bild unten) gebaut werden, um die sichere Unterquerung der Stra√üe durch die Amphibien zu gew√§hrleisten. Besonders im Fr√ľhling sollten Waldstra√üen nachts nur mit Vorsicht befahren werden. Wer langsam f√§hrt und auch auf tierische Fu√üg√§nger achtet, kann Unf√§lle vermeiden.

Niemals sollten Fische in Laichgebieten von Feuersalamandern (und Amphibien allgemein!) freigelassen werden, da diese die Larven fressen und damit ganze Populationen ausrotten. Probleme bereiten etwa die Freilassungen von Goldfischen aus Gartenteichen in andere Kleingewässer.

Ums Haus

Befindet sich der eigene Garten im Verbreitungsgebiet des Feuersalamanders, kann einiges getan werden, um den auff√§lligen Salamander zu f√∂rdern. Naturnahes G√§rtnern hilft dem Feuersalamander auf verschiedenen Ebenen. W√§hrend Totholz, besonders an feuchten Stellen, Tagesverstecke bietet, zieht es auch W√ľrmer und andere Wirbellose an, von denen sich Feuersalamander ern√§hren.

Oft findet man Feuersalamander, die sich in Sch√§chten und Kellerabg√§ngen von Geb√§uden verstecken. Solche Orte mit feuchtem Klima sollten unbedingt √ľber Ausstiegsm√∂glichkeiten verf√ľgen, damit sich die Sch√§chte nicht in eine Todesfalle verwandeln. Ebenso sollte bei baulichen Ver√§nderungen an Kellerr√§umen auf die Anwesenheit des schwarz-gelben Salamanders geachtet werden. Wird der Keller f√ľr Wildtiere verschlossen, gibt es die M√∂glichkeit, einen Ersatzlebensraum zur Verf√ľgung zu stellen. Ein Holzstapel an einem feuchten Standort, kann einem vertriebenen Feuersalamander bereits einen frostsicheren Unterschlupf bieten.

 

 

Ein Amphibiendurchlass ermöglicht den Tieren eine sichere Querung der Straße.

© Tegethof / WikiCommons

Gefahren 
  • Zerst√∂rung und Zerst√ľckelung des Lebensraums: Habitatszerst√∂rung ist immer noch die Hauptgef√§hrdungsursache.

  • Stra√üenverkehr: Besonders in feuchten Fr√ľhlingsn√§chten werden auf Waldstra√üen viele Tiere √ľberfahren. Zu diesen Zeiten sollten Waldstra√üen gemieden werden.

  • Verschmutzung der Fortpflanzungsgew√§sser
  • Herbizide und Pestizide: Aufgrund ihrer d√ľnnen und sehr durchl√§ssigen Haut sind Amphibien besonders empfindlich auf Pestizide und Herbizide.

  • Asiatische Pilzkrankheit: Nach einem alarmierenden R√ľckgang der Feuersalamanderpopulationen in den Niederlanden hat ein internationales Forscherteam dessen Ursache erforscht. Ein asiatischer Pilz, der Salamander und Molche bef√§llt, ist f√ľr das Massensterben verantwortlich. Der Pilz bef√§llt die Haut der betroffenen Tiere und f√ľhrt in fast 100 Prozent der Tiere zum Tod. Der Pilz wurde durch asiatische Aquarientiere (zum Beispiel den Asiatischen Feuerbauchmolch) in Europa und Nordamerika eingef√ľhrt. Da den einheimischen Tieren diese Pilzerkrankung fremd ist, haben sie keinerlei Schutzmechanismen oder Immunit√§t und sind ihr ausgeliefert. Um die Verbreitung des Pilzes zu verhindern, ist es sehr wichtig, niemals gefangene Tiere auszusetzten und Material, welches in Terrarien verwendet wird immer gut zu desinfektieren.

Beobachten im Tierpark

Feuersalamander können im Naturama in Aarau oder im Tierpark Goldau beobachtet werden.

Koordinationsstelle f√ľr Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz www.karch.ch

Service
Betreut von SWILD
StadtWildTiere
Träger