Weißrandfledermaus
Pipistrellus kuhlii

Lebensraum

Gebäude
Ruderalfläche, Verkehrswege, offene Flächen
Garten und Park
Gewässer

Die Wei√ürandfledermaus tr√§gt am Hinterrand der Armflughaut meist einen scharf begrenzten, wei√üen Rand. Sie hat ihr Hauptverbreitungsgebiet im Mittelmeerraum. Seit 1980er-Jahre Ausbreitung in Gebiete n√∂rdlich der Alpen. In der Schweiz sind auf der Alpennordseite Quartiere mit Jungenaufzucht (Wochenstuben, Mai, Juni) zum Beispiel in Z√ľrich, Basel, Luzern und Chur nachgewiesen (warmes Stadtklima). Sommerquartiere vorwiegend in Spalten an und in Geb√§uden und in Neubauten (√§hnlich wie Zwergfledermaus). Jagt kleine Fluginsekten. Fliegt schnell und wendig. Jagd in mittlerer H√∂he in G√§rten, entlang Stra√üenlaternen und Alleen, an Wasserstellen.

Erkennungsmerkmale 
Fellfärbung variabel, Oberseite mittelbraun, Unterseite hellgrau bis grauweiß.
Lebensraum 
Fledermaus des Mittelmeerraums, nördlich der Schweizer Alpen Fortpflanzungsnachweise in Siedlungsräumen.
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
√Ąhnliche Arten
Die Weißrandfledermaus kann mit der Zwerg- oder Rauhautfledermaus verwechselt werden. Die Weissrandfledermaus ist etwas grösser und robuster als die Zwergfledermaus. Am Hinterrand der Armflughaut trägt die Weißrandfledermaus meist ein weisser Rand.
Ma√üe 

Kopf-Rumpf-L√§nge 4‚Äď4,7 cm, Fl√ľgelspannweite 21‚Äď22 cm, Gewicht 5‚Äď10 g.

Aktivit√§tszeit 
Winterschlaf; während der Sommermonate nachtaktiv.
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Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch
1 Bilder geordnet nach
Weissrandfledermaus
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Fuchs. © Stefan Wassmer / stadtwildtiere.ch

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Jagd bei Straßenlampen
Die Weißrandfledermaus ist eine typische und häufige Bewohnerin von städtischen und ländlichen Ortschaften. Schon vor Sonnenuntergang können jagende Weißrandfledermäuse innerhalb von Siedlungsräumen beobachtet werden. Ihr Flugstil ist demjenigen der Zwergfledermaus ähnlich: Sie ist sehr wendig und schnell und manövriert kleinräumig. Häufig umkreist diese Art Straßenlampen, denn deren helles Licht zieht viele Insekten an. Die nächtlichen Jägerinnen kann man am besten bei ihrer Jagd beobachten, wenn man den Arm ausstreckt und mit der Hand die blendende Lampe abdeckt.

Tagesschlafquartier
Die Weißrandfledermaus besiedelt an Gebäuden ähnlich wie die Zwergfledermaus unterschiedliche Hohlräume bei Wandverkleidungen, Rollladenkästen und Fensterläden. Sie bewohnt auch Mauerritzen, Baumhöhlen oder Fledermauskästen. Die Weißrandfledermaus ist eine ortstreue Art.


Straßenlampe als Jagdgebiet
(© C. Blichfeldt, Wikipedia)

 

 

Gezieltes Fördern nicht nötig
Die Wei√ürandfledermaus ist in Siedlungsgebieten sehr h√§ufig. Deshalb muss sie nicht gezielt gef√∂rdert werden. Da sie mehr als 2‚Äė000 Kleininsekten pro Nacht verschlingt, m√∂chten viele Hausbesitzende diese fast uners√§ttlichen Insektenvertilgerinnen nicht missen. Mit der Bepflanzung des Gartens/Balkons mit einheimischen Pflanzen schafft man die n√∂tige Nahrungsgrundlage f√ľr Flederm√§use. Die n√§chtlichen Flattertiere k√∂nnen dann mit gro√üer Wahrscheinlichkeit beim Jagen im eigenen Garten beobachtet werden.

Gefahren 
  • Fassadenbeleuchtung: Die n√§chtliche Beleuchtung der √Ėffnungen, durch die Flederm√§use jeweils ihr Quartier verlassen, sollte vermieden werden, weil die Nachtj√§ger dann sp√§ter ausfliegen. Und als Folge davon bleibt ihnen weniger Zeit f√ľr die Nahrungssuche.
  • Netze: Flederm√§use k√∂nnen sich in Netzen, die √ľber Obstb√§umen oder Reben gespannt werden, verheddern. Diese werden so zu t√∂dlichen Fallen. Deshalb sollten Netze nur wenn unbedingt n√∂tig verwendet und nach Gebrauch wieder entfernt werden.
Mehr Informationen 

Richarz, Klaus: Flederm√§use¬†- Beobachten, erkennen und sch√ľtzen 2011, 128 S., Taschenbuch, Kosmos

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