Erdkröte
Bufo bufo
© Andreas Eichler / WikiCommons

Lebensraum

Garten und Park
Hecken und Waldränder
Wald
Gewässer

Die Erdkr√∂te legt w√§hrend der Fr√ľhlingswanderung zum Laichgew√§sser oft bis √ľber 3 km zur√ľck - auch wegen ihrer Langsamkeit - h√§ufig √ľberfahren oder f√§llt in Stra√üensch√§chte. Ruf der M√§nnchen: metallische "√∂√∂k"- und "√ľk"-Laute. Die Weibchen spannen ihre in zwei Str√§ngen austretenden Laichschn√ľre mit bis zu 4000 schwarzen Eiern an Schilf oder √Ąsten auf. Larven bilden besonders bei Fischbesatz dichte Schw√§rme. Nach ca. zwei Wochen am Laichgew√§sser beginnt die R√ľckwanderung der Adulten in ihre Sommerlandlebensr√§umen (W√§lder mit Laub- und Nadelb√§umen, Heckens√§ume, auch G√§rten). Frisst Insekten und andere Kerbtiere, Schnecken und Ringelw√ľrmer. Versteckt sich in Stein-, Ast- und Wurzelstockhaufen oder selbst gegrabenen H√∂hlen. Winterruhe ab Mitte Oktober an Land.¬†

Erkennungsmerkmale 
Braun bis gr√§ulich und r√∂tlich. Haut warzig, zwei bohnenf√∂rmige Ohr-Dr√ľsen hinter den Augen. Iris r√∂tlich orange mit waagerechter Pupille.
Lebensraum 
Laicht in Waldn√§he in besonnten T√ľmpeln, Weihern und an Seeufern. Auch in Fischteichen (Larven mit Abwehrsekreten), meist starke Bindung zum Laichgew√§sser.
Gefährdungsgrad
verletzlich
√Ąhnliche Arten
Die Kreuzkr√∂te hat im Gegensatz zur Erdkr√∂te k√ľrzere Hinterbeine, meist eine helle R√ľckenlinie und eine gr√ľnliche Fleckenzeichnung. Zudem ist die Iris gr√ľn und nicht orange wie bei der Erdkr√∂te. Die Geburtshelferkr√∂te ist ebenfalls kleiner als die Erdkr√∂te und besitzt eine senkrecht-spaltf√∂rmige Pupille (verglichen mit der waagrechten Pupille der Erdkr√∂te).
Ma√üe 

Männchen bis 7.5 cm, Weibchen bis 10 cm.

Aktivit√§tszeit 
Anfang/Mitte März - Mitte Oktober
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Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch
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Fuchs. © Stefan Wassmer / stadtwildtiere.ch

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Krötenwanderungen

Erdkröten leben in verschiedensten Gewässertypen. Sie sind die einzigen einheimischen Amphibien, die sich auch in von Fischen besiedelten Gewässern fortpflanzen. Dies ist möglich, weil ihr Laich und ihre Larven eine unbekömmliche Substanz enthalten, welche von Fischen gemieden wird.

Ihre Winterquartiere k√∂nnen bis zu 3 Kilometer von ihren Laichgew√§ssern entfernt liegen. Im Fr√ľhling m√ľssen sie deshalb oft l√§ngere Wanderungen zu den Laichgew√§ssern unternehmen. In feuchten Fr√ľhlingsn√§chten im M√§rz und April k√∂nnen Erdkr√∂ten auf ihren Wanderrouten beobachtet werden. Dabei m√ľssen sie h√§ufig Stra√üen √ľberqueren und fallen dort oft dem Verkehr zum Opfer.

Erdkr√∂ten sind ihrem Laichgew√§sser sehr treu. Sobald sie dort ankommen, werden die Laichschn√ľre abgelegt, aus denen sich schnell pechschwarze Kaulquappen entwickeln. Erdkr√∂ten k√∂nnen nur f√ľr kurze Zeit an den Laichgew√§ssern beobachtet werden, bevor sie wieder in ihre Landlebensr√§ume zur√ľckwandern. Bereits Ende Juni folgen ihnen die jungen Kr√∂ten (knapp 1 cm gro√ü) in die Landlebensr√§ume.

Landlebensräume

Als Landlebensräume dienen den Kröten Wälder mit Laub- und Nadelbäumen, Heckensäume aber auch Gärten. Dort kann man sie vor allem in der Dunkelheit auf der Suche nach Schnecken, Spinnen und Käfern entdecken.

 

© Lukasz Olszewski / WikiCommons

Erdkröten können sich aufpumpen als Abwehrverhalten gegen Fressfeinde.

 

© Ramessos / WikiCommons

Krötenknäudel, bei dem mehrere Männchen versuchen ein Weibchen zu begatten.

 

¬© Mike Kr√ľger / WikiCommons

Erdkr√∂ten legen ihren Laich in Laichschn√ľren ab.

Vortritt f√ľr Kr√∂ten und Fr√∂sche

Am besten kann man Erdkr√∂ten durch Schutzma√ünahmen auf ihren Wanderrouten helfen. Ab Mitte Februar werden vielerorts deshalb auf h√§ufigen Wanderrouten provisorische Z√§une und Fangbeh√§lter aufgestellt. In wenigen F√§llen werden Stra√üen sogar w√§hrend der Amphibienwanderung gesperrt. Viele freiwillige Helfer sammeln, nach Einsetzen der Wanderung, die Tiere in der Abendd√§mmerung ein und tragen diese √ľber die Stra√üe. Durch diese Ma√ünahmen k√∂nnen j√§hrlich zahlreiche Tiere gerettet werden. Jedes Jahr werden Freiwillige zur Unterst√ľtzung der Amphibienwanderungen gesucht. Trotz diesen Ma√ünahmen finden j√§hrlich zahllose Amphibien auf den Stra√üen den Tod, daher sollten besonders im Fr√ľhling und Herbst Stra√üen in der N√§he von Gew√§ssern gemieden werden.

Verheerende Standorttreue

Aufgrund der au√üerordentlichen Ortstreue der Erdkr√∂ten ist es sehr wichtig, bestehende Laichgew√§sser zu erhalten. Auch im eigenen Garten kann man Erdkr√∂ten f√∂rdern, sei dies mit dem Anlegen eines gr√∂√üeren Gartenteichs oder durch F√∂rderung der nat√ľrlichen Versteckm√∂glichkeiten, es kann allerdings ein paar Jahre dauern, bis der Gartenteich besiedelt wird. Da Erdkr√∂ten nur ein paar Monate am Gew√§sser verbringen, bieten Holzstapel, Steinhaufen, feuchte Keller und naturnahe G√§rten einen wichtigen Lebensraum f√ľr den Rest des Jahres.

Gefahren 
  • Lebensraumzerst√∂rung: Erdkr√∂ten sind ihren Laichgew√§ssern sehr treu. Die Zerst√∂rung eines Standortes ohne fr√ľhzeitig ein Ersatzgew√§sser zur Verf√ľgung zu stellen kann eine ganze Population ausrotten. Wahrscheinlich sind sie auch stark von der allgemeinen Qualit√§tsverminderung der Lebensr√§ume, besonders auch der Landlebensr√§ume, betroffen.

  • Stra√üenverkehr: Der Verkehrstod durch √úberfahren, besonders im Fr√ľhling an stark befahrene Stra√üen in der N√§he eines Laichplatzes ist eine bedeutende Todesursache bei den Erdkr√∂ten.

  • Stra√üensch√§chte ohne Ausstiegshilfen
  • Herbizide und Pestizide: Aufgrund ihrer d√ľnnen und sehr durchl√§ssigen Haut sind Amphibien besonders empfindlich auf Pestizide und Herbizide.

Beobachten im Tierpark

Erdkröten können im Tierpark Goldau oder im Vivarium Tablat beobachtet werden.

Koordinationsstelle f√ľr Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz www.karch.ch

Helfer gesucht f√ľr die Amphibienwanderung - Pro Natura

© Lienhard Schulz / WikiCommons

Amphibienschutzzaun, der zur Zeit der Amphibienwanderung an wichtigen Strassen aufgebaut wird.

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