Grasfrosch
Rana temporaria temporaria
© Richard Bartz / WikiCommons

Lebensraum

Garten und Park
Wald
Feuchtgebiet
Gewässer

Grasfr√∂sche treten schon fr√ľh im Jahr (ab +4¬ļC) h√§ufig in Massen an Laichgew√§ssern auf. Bei den j√§hrlichen Wanderz√ľgen fallen mancherorts viele Tiere dem Stra√üenverkehr zum Opfer. Starke Bindung zum Geburtsgew√§sser, aber auch neue Gew√§sser werden spontan besiedelt. M√§nnchen haben zwei innere Schallblasen und rufen leise und tief gurrend oder knurrend "grrrr". Weibchen setzt in der Regel einen Laichballen in seichter Verlandungszone ab. Die gro√üen, an der Wasseroberfl√§che liegenden Laichklumpen beinhalten bis zu 4`500 schwarze Eier. Jungfr√∂sche verlassen Wasser im Juni und beziehen Landhabitate. Geschlechtsreife nach drei Jahren. √úberwinterung im, aber meistens au√üerhalb des Gew√§ssers in Verstecken an Land und im Boden. Frisst Insekten und andere Kerbtiere, Schnecken und Ringelw√ľrmer.

Erkennungsmerkmale 
Färbung variabel, meist bräunlich, schwarz gefleckt. Schläfenfleck braun oder schwarz. Haut eher glatt. Hinterbeine lang, meist dunkel gebändert. Augen goldgelb, Pupille queroval.
Lebensraum 
Moore, W√§lder mit Laub- und Nadelb√§umen und weitere feuchte Lebensr√§ume, auch G√§rten. Laicht in sehr verschiedenen Kleingew√§ssern, Pf√ľtzen, langsam flie√üende B√§chlein oder Flachwasserbereichen.
√Ąhnliche Arten
Wasserfr√∂sche oder Seefr√∂sche k√∂nnen besonders als Jungtiere mit dem Grasfrosch verwechselt werden. Wasserfr√∂sche und Seefr√∂sche haben keine dunkle Schl√§fenregion (Region hinter dem Auge). Vorsicht sollte bei der Unterscheidung anhand der F√§rbung geboten sein, da Wasserfr√∂sche zum Teil fast eine braune F√§rbung ausweisen k√∂nnen; Grasfr√∂sche sind allerdings nie gr√ľn.
Ma√üe 

6.5-10 cm

Aktivit√§tszeit 
Mitte/Ende Februar - Mitte November
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Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch
Leiser Fr√ľhaufsteher

Der Grasfrosch ist in den vielf√§ltigsten Lebensr√§umen anzutreffen, einzig extrem trockene Standorte und intensiv genutzte Landwirtschaftsr√§ume werden gemieden. Die ‚ÄěFr√ľhaufsteher‚Äú unter den Amphibien sind meist schon sehr zeitig im Fr√ľhling wieder an den Laichgew√§ssern anzutreffen. Die Rufe des Grasfrosches sind sehr leise und erinnern mehr an ein Knurren. Die Vielfalt an F√§rbungsvarianten und Zeichnungsmustern bei Grasfr√∂schen ist enorm, deshalb sollte von einer Artbestimmung anhand der F√§rbung abgeraten werden.

Wanderung ins Sommerquartier

Bereits Ende Juni k√∂nnen tausende Jungfr√∂sche in der N√§he von Teichen und Weihern auf ihrer Wanderung in die Sommerquartiere beobachtet werden. Nach der Paarungszeit im Fr√ľhling hat man die besten Chancen, die Grasfr√∂sche in ihren Sommerquartieren in W√§ldern, Hecken oder G√§rten anzutreffen.

© Emoke Dénes / WikiCommons

Grasfrosch-Laichklumpen

 

© Viridiflavus / WikiCommons

Grasfrosch-Kaulquappe

Fördern im eigenen Garten

Der Grasfrosch besiedelt neue Gartenteiche sehr schnell. Werden die Teiche jedoch nicht regelm√§√üig gej√§tet oder hineingefallenes Laub herausgefischt, k√∂nnen Grasfr√∂sche, die im Teich √ľberwintern, an Sauerstoffmangel sterben. Wie alle Amphibien reagiert auch der Grasfrosch sehr empfindlich auf Pestizide und Kunstd√ľnger. Auf den Einsatz von Pestiziden sollte daher im Garten verzichtet werden.

Risikoreiche Wanderungen

W√§hrend der Wanderzeiten im Februar / M√§rz aber auch im Juni / Juli ist der Stra√üenverkehr f√ľr den Grasfrosch eine gro√üe Gefahr. Zu diesen Zeiten sollten Stra√üen in Gew√§ssern√§he nachts gemieden oder vorsichtig und langsam befahren werden.

Gefahren 
  • Stra√üenverkehr: Auf dem Weg zu ihrem Laichgew√§sser m√ľssen Grasfr√∂sche oft mehrere Stra√üen √ľberqueren.

  • Ersticken im Teich: Werden Laub und abgestorbene Pflanzen im Herbst nicht aus dem Teich entfernt, kann es vorkommen, dass sich durch die Zersetzung dieses pflanzlichen Materials toxische Stoffe im Teich anreichern. Durch die Zersetzung senkt sich der Sauerstoffgehalt im Teich und √ľberwinternde Grasfr√∂sche k√∂nnen im zugefrorenen Teich ersticken oder durch die toxischen Abbaustoffe vergiftet werden.

Mehr Informationen 

 

 

Koordinationsstelle f√ľr Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz www.karch.ch

StadtWildTiere
Träger