Graureiher
Ardea cinerea
© Pixabay

Lebensraum

Feuchtgebiet
Gewässer

Obwohl der Graureiher auch "Fischreiher" genannt wird, besteht seine Nahrung keinesfalls nur aus Fischen. Neben diesen ern√§hrt er sich ebenfalls von Amphibien, Reptilien, Insekten und Kleins√§ugern wie Scherm√§usen und Maulw√ľrfen. Weiterhin lauert er an den Ufern verschiedenster Gew√§sser auf Krebstiere, Muscheln, Schlangen, Schnecken und Libellen. Er ist ein Lauerj√§ger, der meist still stehend oder langsam schreitend nach Beute Ausschau h√§lt und seinen S- f√∂rmig gebogenen Hals blitzschnell nach vorn schleudern kann, um ein Beutetier zu packen.
Graureiher sind saisonal monogam und pflanzen sich einmal im Jahr fort. Sie br√ľten meist in Kolonien, die bis zu einige 100 Paare umfassen k√∂nnen. In der Regel besteht das Nest aus einem gro√üen, aber nicht sehr stabilen Reisigbau, der in die Kronen hoher B√§ume gesetzt wird- Bodenbruten im Schilf sind selten. Das Reiherweibchen legt 3 bis 6 Eier, welche √ľber 25 bis 26 Tage lang bebr√ľtet werden. An der Aufzucht der Jungv√∂gel beteiligen sich beide Elterntiere.
Ihre Lebenserwartung beträgt bis zu 25 Jahre.

Erkennungsmerkmale 
Graues R√ľckengefieder mit schwarzen Schwingen, wei√üe Stirn und wei√üer Oberkopf, grauwei√üer Hals. Schwarze Augenstreifen und drei lange schwarze Schopffedern. Langer gelblicher Schnabel. Fliegt mit langsamen Fl√ľgelschl√§gen und zur√ľckgezogenem Kopf.
Lebensraum 
Gewässer im Tiefland mit Flachwasserzonen. Große Bäume wie Fichten, Lärchen, Kiefern, Eichen, Buchen und Weiden als Ruhe- und Nistbäume.
Gefährdungsgrad
nicht gefährdet
√Ąhnliche Arten
Weißstorch. Kranich. Sind im Flug an ihren langgestreckten Hälsen zu unterscheiden.
Ma√üe 

Gr√∂√üe 84- 102 cm, Fl√ľgelspannweite 155- 175 cm, Gewicht 1- 3kg

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Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch
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Graureiher 
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Fuchs. © Stefan Wassmer / stadtwildtiere.ch

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Leben an flachen Gewässern

Graureiher br√ľten an S√ľ√ügew√§ssern im Landesinneren, an Flussm√ľndungen sowie in K√ľstenregionen. Weiterhin sind sie in √úberschwemmungsregionen, Schilfg√ľrteln, S√ľmpfen, Teichen, Str√§nden, Mangroven und Salzmarschen anzutreffen. Beobachtbar auch¬† auf Brachen und Dauergr√ľnfl√§chen, auf denen sie Kleins√§ugern nachstellen.
Vom Menschen geschaffene Gewässer wie Fischteiche, Staugewässer und Reisfelder. In Städten finden sich Brutkolonien oft in Zoologischen Gärten (z.B. in Stuttgart, Heidelberg, Basel, Bern und Wien).

© Jacqueline Hurt / stadtwildtiere.ch

Dieser Graureiher hat gerade einen Frosch erbeutet.

© Fanny Betge

Solche Fliessgewässer nutzt der Graureiher zur Nahrungssuche.

Der Graureiher im Wandel der Zeit

Als Fischdieb verschrien, wurde der Graureiher lange Zeit intensiv bejagt. In der Barockzeit war er eine beliebte Beute der Falkner. Heute ist das Zusammenleben zwischen Mensch und Reiher friedlicher. Die meisten Menschen sind beeindruckt von dem anmutigen, langsam dahinschreitenden Vogel - bringt er doch einen Hauch von Wildnis in die Städte.

Der Graureiher an Fischteichen

Ernsthafte Sch√§den verursacht er nur an k√ľnstlich angelegten Fischteichen oder Fischzuchtanstalten. Diesen kann durch Abwehrma√ünahmen vorgebeugt werden. Bei Kleinteichen hat sich der Einsatz von Netzen bew√§hrt und bei gr√∂√üeren Gew√§ssern kann eine √úberspannung mit Dr√§hten helfen.

Graureiher und Jagd

In Deutschland ist als jagdbare Art gelistet, jedoch ganzjährig geschont.
In der Schweiz ist der Graureiher gesch√ľtzt. Bei gesch√ľtzten Arten erm√§chtigt das Eidgen√∂ssische Jagdgesetz die Kantone, im Falle von erheblichen Sch√§den "einzelne schadenstiftende Individuen" abzuschiessen. Eine Regulation der Best√§nde ist hingegen nur mit Bewilligung des Bundes erlaubt. Zwischen 2010 und 2014 wurden gem√§ss eidgen√∂ssischer Jagdstatistik pro Jahr 70 Graureiher erlegt, bei einem Brutbestand von 1300‚Äď1400 Brutpaare (Angaben der Vogelwarte Sempach).
In √Ėsterreich sind Graureiher ganzj√§hrig geschont. Sie d√ľrfen im Rahmen von den zust√§ndigen Beh√∂rden erlassenen Bescheide auf Grund von Sch√§den erlegt werden.

Gefahren 
  • Jagd und Vergr√§mung: Trotz der ganzj√§hrigen Schonzeit bzw. der strengen gesetzlichen Abschussvoraussetzungen, kommt es zu illegalen Absch√ľssen und Vergr√§mungsaktionen.

Beobachten im Tierpark

In Zoologischen G√§rten wie u.a. in Stuttgart, Basel und Wien gibt es Brutkolonien von wildlebenden Graureihern, die sich als G√§ste selber ‚Äěeinquartiert‚Äú haben.

Service
Betreut von SWILD
StadtWildTiere
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