Plattform „Wilde Nachbarn Unterengadin“

Donnerstag, 19. Dezember 2019

Gebirge, Wälder, Flusslandschaften und Landwirtschaft. Das Unterengadin zeichnet sich durch eine einmalige Landschaft und Natur aus. Doch unser Wissen über das Vorkommen und die Verbreitung der tierischen Mitbewohner ist begrenzt. 
Das Projekt „Wilde Nachbarn Unterengadin“ will Wildtiere in und um unseren Siedlungsraum erlebbar machen und Wissenslücken über die Verbreitung der Wildtiere schliessen. Dazu werden gemeinsam mit der Bevölkerung Wildtierbeobachtungen gesammelt.

Natur vor der Haustüre
Viele Wildtiere leben vor unserer Haustüre. Vierzig der neunzig Säugetierarten, die in der Schweiz vorkommen, besiedeln auch das Siedlungsgebiet. Die Website unterengadin.wildenachbarn.ch bietet Informationen zu den tierischen Mitbewohnern und lädt ein, Beobachtungen zu melden.

Viele Wildtiere – wie etwa Fuchs und Eichhörnchen – lassen sich leicht beobachten, andere wie Wiesel und Spitzmäuse bekommt man nur selten zu Gesicht. Die Website unterengadin.wildenachbarn.ch informiert über die Biologie der Wildtiere, die im Unterengadin vorkommen und gibt Tipps, wo sie sich beobachten lassen und was zu ihrer Förderung und ihrem Schutz unternommen werden kann. Vor allem aber können Beobachtungen gemeldet und auf einer Karte eingetragen werden. Ein Ziel von Wilde Nachbarn Unterengadin ist es denn auch, Wissenslücken über die Nutzung der Lebensräume und das Vorkommen der grösseren und kleineren Wildtiere zu schliessen.

Gemeinsames Projekt
Das Angebot „Wilde Nachbarn“ wurde vom Verein StadtNatur erarbeitet. Das Schwesterprojekt „StadtWildTiere“ wird in Zürich bereits seit dem Jahr 2013 von der Bevölkerung rege genutzt. Im Unterengadin wird das Projekt von der Stiftung „Pro Terra Engiadina“ getragen. Die Trägerschaft wird ausgeweitet auf weitere Organisationen und kantonale Ämter. Geplant ist die Zusammenarbeit mit den Jagdvereinen und je nach Thema mit weiteren Interessierten und Naturschutzorganisationen.

Sämtliche Daten werden in die nationale Datenbank eingespiesen und stehen den Behörden, aktiven Naturschutzkreisen und der interessierten Bevölkerung zur Verfügung.

 

Eichhörnchen gesucht!

In den Bäumen

Etwas bewegt sich in der Baumkrone. Beim genauen Hinsehen taucht ein… buschiger Schwanz auf. Ein Eichhörnchen springt von Ast zu Ast. Flink bewegt es sich auf der Suche nach Nüssen. Mühelos klettert es selbst glatte Baumstämme hoch und runter.

Rot oder schwarz?

Haben Sie auf dem Spaziergang ein Eichhörnchen entdeckt? Oder können Sie gar von ihrem Fenster aus eines beobachten? Ihre Beobachtungen interessieren uns! Und schauen Sie genau hin: welche Farbe hatte das Fell des beobachteten Tieres? Fuchsrot oder braunschwarz?

Melden Sie Ihre Wildtier-Beobachtungen, wann immer möglich mit Foto.

Grauhörnchen auf dem Vormarsch!

Eine Bedrohung für das Eichhörnchen ist das etwas grössere, kräftigere, grau gefärbte Nordamerikanische Grauhörnchen, welches möglicherweise schon bald aus Italien über das Tessin in die Schweiz einwandern könnte. Hier dürfte das Engadin eine wichtige Rolle spielen, da sich gemäss den Erfahrungen aus Grossbritannien die einheimischen Eichhörnchen in höheren Lagen eher gegen das invasive Grauhörnchen durchsetzen können, während das Grauhörnchen in den tieferen Regionen die einheimische Art zu verdrängen mag.

 

Für Auskünfte:

Angelika Abderhalden, Geschäftsstelle Fundaziun Pro Terra Engiadina, Tel. 079 670 26 23, info@proterrae.ch

Sandra Gloor, Geschäftsstelle Wilde Nachbarn, c/o SWILD, Zürich, Tel. 079 749 20 21,
sandra.gloor@swild.ch

Beobachtungsmeldeplattform: unterengadin.wildenachbarn.ch

 

Medienmitteilung zum Herunterladen unten an der Seite.

Für Bilder

Folgende Bilder stehen für den Gebrauch im Zusammenhang mit der Medienmitteilung bei korrekter Zitierung der Bildautoren kostenfrei zur Verfügung (mit Klick auf das Bild):

Abb. 1: Eichhörnchen mit fuchsroter Fellfärbung.

Bild © Michael Huber / stadtwildtiere.ch

 

Abb. 2: Eichhörnchen mit braunschwarzer Fellfärbung.
Bild © Madlen Plattner / wildenachbarn.ch

Abb. 3: Nordamerikanisches Grauhörnchen, in Europa auf dem Vormarsch.

Bild © Sandra Gloor / wildenachbarn.ch

 

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