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16.07.2019

Die Asiatische Tigerm√ľcke in Deutschland, √Ėsterreich und der Schweiz

Die¬†Asiatische Tigerm√ľcke wurde 1979 in Europa das erste Mal in Albanien nachgewiesen, vermutlich √ľber Importe aus China. Seiter hat sich die M√ľcke in 14 Europ√§ischen L√§ndern ausgebreitet. In der Schweiz wurden im Tessin 2003 Tigerm√ľcken festgestellt. In Deutschland wurden im September 2007 auf einer Autobahnrastst√§tte der¬†A5¬†bei¬†Bad Bellingen¬†(Baden-W√ľrttemberg) erstmals Eier der M√ľcke entdeckt (Pluskota et al 2008, European Mosquito Bulletin). 2017 wurden im Unterinntal im √∂sterreichischen Tirol Eier in gr√∂√üerer Menge gefunden, wie meinbezirk.at meldete.

Die Tigerm√ľcke in Z√ľrich

Nun ist sie auch in Z√ľrich angekommen, wie das Gesundheits- und Umweltdepartement der Stadt Z√ľrich in einer Medienmitteilung vom 16. Juli 2019 bekannt gibt. Bereits im September 2016 konnte der Umwelt- und Gesundheitsschutz Z√ľrich zusammen mit der zust√§ndigen Fachstelle des Kantons Z√ľrich auf dem Gel√§nde der Bus Station (Carparkplatz) Tigerm√ľckeneier finden. Im Sommer dieses Jahres wurde die Tigerm√ľcke nun auch in Wollishofen nachgewiesen. Der Umwelt- und Gesundheitsschutz Z√ľrich geht davon aus, dass die Tigerm√ľcke an beiden Orten aufgrund von Reiset√§tigkeiten eingeschleppt wurde. In Wollishofen haben sie die Wintermonate √ľberlebt. Bei der Bus Station handelt es sich hingegen um wiederholte Neueinschleppungen mit den Reisefernbussen.

Die M√ľcke profitiert vom Klimawandel

Eine Gruppe von Forschern der¬†University of Liverpool¬†unter Leitung von Cyril Caminade hat gem√§√ü einer Ver√∂ffentlichung im April 2012 in der Zeitschrift¬†Interface¬†der¬†Royal Society¬†berechnet, dass die Tigerm√ľcke aufgrund des¬†Klimawandels¬†zwischen 2030 und 2050 in weiten Teilen Europas die f√ľr sie n√∂tigen Lebensbedingungen vorfinden wird.

Sind Asiatische¬†Tigerm√ľcken gef√§hrlich?

Wie der Umwelt- und Gesundheitsschutz Z√ľrich berichtet, besteht f√ľr die Bev√∂lkerung¬†gegenw√§rtig kein Anlass, sich Sorgen zu machen. Die Tigerm√ľcke kann zwar Krankheiten von einer infizierten auf eine noch nicht-infizierte Person √ľbertragen. Die Gefahr ist jedoch sehr klein. In der Schweiz (und auch in Deutschland) gab es bisher noch nie einen solchen Fall. Alle registrierten Krankheitsf√§lle waren im Ausland erkrankte Reiser√ľckkehrer. In der Schweiz sind auch noch keine mit Viren infizierten Tigerm√ľcken aufgetreten. Die Tigerm√ľcken sind jedoch l√§stig, da sie auch tags√ľber stechen, was einheimische M√ľcken nicht tun.

Wie erkenne ich eine Asiatische Tigerm√ľcke?

Die Tigerm√ľcke hat auf ihren schwarzen Hinterbeinen f√ľnf weisse Ringe und auf ihrem R√ľcken, hinter dem Stechr√ľssel, eine weisse Linie. Das Insekt ist nicht gr√∂sser als ein 5-Rappenst√ľck. Die im Mittelland bereits weit verbreitete Asiatische Buschm√ľcke sieht der Tigerm√ľcke √§usserst √§hnlich, ist aber bedeutend gr√∂sser.

Die Tigerm√ľcke ist auch tags√ľber aktiv, w√§hrend unsere einheimischen M√ľcken vor allem in der D√§mmerung und nachts stechen.¬†

Weitere Informationen zur Asiatischen Tigerm√ľcke bei Gr√ľn Stadt Z√ľrich

10.07.2019


Strassenb√§ume und grossz√ľgige Baumscheibe (Bild Max Ruckstuhl / Gr√ľn Stadt Z√ľrich)

Wenn es drau√üen hei√ü ist, fliehen die Menschen aus den St√§dten, weil es auf dem Land oder an Gew√§ssern k√ľhler ist als in den zubetonierten H√§userschluchten. Deshalb investieren immer mehr St√§dte in die sogenannte Hitzevorsorge. Beitrag und Gespr√§ch mit dem Landschaftsarchitekten Carlo Becker auf Schweizer Radio SRF 1.

21.06.2019

Hier geht's zum Interview:

21.06.2019

Wie die Abteilung Natur, Jagd & Fischerei (NJF) des Kantons Luzern in einer Medienmitteilung vom 21. Juni 2019 mitteilte, hat die kantonale Wildhut s√ľdlich von Malters¬†einen m√§nnlichen Jungluchs wieder ausgewildert. Das verwaiste Tier wurde im Herbst 2018 im Keller eines Geb√§udes in Malters aufgefunden und anschliessend zur Betreuung in den Tierpark Goldau gebracht. Ob sich der mit einem Senderhalsband best√ľckte Luchs in der wiedergewonnenen Freiheit durchsetzen kann, bleibt abzuwarten.

Zur Medienmitteilung

08.06.2019

Dunkle Nacht im n√∂rdlich von Neuch√Ętel gelegenen Val-de-Ruz zwischen Mitternacht und 4.45 Uhr. Das Projekt, in welchem die √∂ffentliche Beleuchtung w√§hrend der Nacht ausgeschaltet wird, ist beschlossene Sache und wird nun schrittweise umgesetzt.¬†Coffrane ist das erste Dorf im Tal, welches das neue Lichtregime seit dem 10. Mai umsetzt. Val-de-Ruz (16 900 Einwohner/innen, 124 km2) ist die erste Gemeinde der Schweiz, welche diese Massnahme zum Schutz der Nacht durchf√ľhrt.¬†

Wird sich diese √Ąnderung beim k√ľnstlichen Licht auf die freilebende Fauna auswirken? Ein lokales "Nos voisins sauvages"-Projekt ist zur Zeit am Entstehen, welches mit Citizen Science, also unter Mitwirkung der Bev√∂lkerung, die Auswirkungen auf die Fauna beobachten. Parallel zum Citizen Science-Projekt ist eine wissenschaftliche Untersuchung in Zusammenarbeit mit der Haute √©cole du paysage, d‚Äôing√©nierie et d‚Äôarchitecture de Lullier geplant.

Mit dem Projekt "Nos voisins sauvages" sollen die einheimischen Wildtiere, die vor unserer Haust√ľr leben, sichtbar gemacht werden. Die Plattform bietet zudem viele Informationen zu einheimichen Wildtieren. Die Bev√∂lkerung ist¬†aufgerufen, Wildtierbeobachtungen auf der Plattform zu melden.¬†

08.06.2019


© Nadja Schärli / Luzerner Zeitung

Neben gestalteten und kultivierten Fl√§chen findet man in der Stadt auch kleine verwilderte Orte. Laub- oder Asthaufen, Trockenmauern, Heckens√§ume oder sich selbst √ľberlassene Gartenecken sind Lebensr√§ume f√ľr Pflanzen und Tiere. Das Projekt ¬ęStadtWildTiere¬Ľ will auf solche Lebensr√§ume aufmerksam machen und sucht deshalb ¬ęStadtWildnis¬Ľ-Orte in Luzern.

Aktion "Kleine StadtWilnis" in Luzern:

Artikel zum Thema in der Luzerner Zeitung vom 2.6.2019

01.06.2019

Die Meldeplattformen StadtWildTiere und Wilde Nachbarn erweitern ihr Angebot mit einem Fotofallenverleih. Wildtierkameras stellen eine tolle M√∂glichkeit dar, um mehr √ľber unsere tierischen Nachbarn zu erfahren und spannende Bilder von ihnen zu erhalten.¬†Um jedem interessierten Naturliebhaber die M√∂glichkeit zu bieten, seine Umgebung mithilfe von Wildtierkameras zu erkunden, bieten wir ab sofort solche Fotofallen zur Miete an.

Zum Fotofallenverleih

16.05.2019

In der Sendung ¬ęTreffpunkt¬Ľ vom 16. Mai 2019 schauen wir auf Beispiele im Bereich der Naturwissenschaften. Ohne die sogenannte Citizen Science, ohne den Einsatz von Freiwilligen, w√§ren viele Forschungs-Projekte gar nicht m√∂glich betont Sandra Gloor. Die Wildtierbiologin, Projektleiterin der Meldeplattformen StadtWildTiere und Wilde Nachbarn, erz√§hlt, was sie aus den protokollierten Wildtierbeobachtungen in den St√§dten f√ľr Schl√ľsse zieht und wie sie mit dem gezielten Einsatz von Freiwilligen beispielsweise mehr √ľber das Verhalten von Eichh√∂rnchen in den St√§dten erfahren kann.

Link zur Sendung

07.05.2019

© Martin Goebel / stadtwildtiere.ch

In England findet diese Woche die ‚ÄúHedgehog Awareness Week‚ÄĚ statt. Dabei wird der Fokus ganz auf den Igel und dessen Lebensraumanspr√ľche gelegt. Machen Sie mit und gestalten Sie Ihre Umgebung igelfreundlich. Vor der eigenen Haust√ľre kann man viel f√ľr die kleinen Fussg√§nger machen.

Gestalten Sie Ihren Garten igelfreundlicher indem Sie:

  • sicherstellen, dass Ihr Garten f√ľr Igel zug√§nglich ist. Ein Durchgang von 10 cm reicht den Igeln schon, um reinzukommen.
  • einen Ast- oder Laubhaufen f√ľr Igel erstellen.
  • Gefahren im Garten, wie herumliegende Netze, entfernen oder entsch√§rfen, indem Sie Fallen, wie Lichtsch√§chte, mit Ausstiegshilfen versehen.
  • einen Komposthaufen anlegen.
  • keine Pestizide und andere Gifte einsetzen.
  • einheimische Pflanzen ans√§hen oder setzen und damit die Insektenvielfalt, die Nahrungsgrundlage der Igel, f√∂rdern.

Weitere Informationen zum Igel finden Sie im Artporträt.

Melden Sie Ihre Igelbeobachtungen und helfen Sie bei der Erforschung der Igel im Siedlungsraum.

06.05.2019


Erdhummel (¬© Cornelia H√ľrzeler / stadtwildtiere.ch)

Das Artensterben beschleunigt sich fortw√§hrend und ist bereits 10- bis 100-mal h√∂her als im Durchschnitt der vergangenen 10 Millionen Jahre. Insgesamt sind 0,5 bis 1 Million von rund 8 Millionen Arten gef√§hrdet, warnt der Weltbiodiversit√§tsrat IPBES am Montag im ersten globalen Bericht zum Zustand der Biodiversit√§t und der √Ėkosystemleistungen.¬†

Der Weltbiodiversitätsrat ist ein Gremium der Uno mit Sitz in Bonn. Im Mai 2019 gehören ihm 132 Staaten an. Mit eindringlichen Worten und detaillierten Fakten weist der Rat auf die prekäre Situation der Biodiversität weltweit hin. 

IPBES-Bericht, 6. Mai 2019 (in Englisch und Französisch)

In der Schweiz versuchen die Umweltverb√§nde mit zwei Eidgen√∂ssischen Volksinitiativen die Politik zu einem schnelleren und effektiveren Handeln f√ľr den Schutz und die F√∂rderung der Biodiversit√§t zu bewegen.

Biodiversitäts-Initiative Schweiz

Landschafts-Initiative Schweiz

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